Im Bereich der künstlerischen Forschung bzw. Entwicklung und Erschließung der Künste (EEK) gibt es noch keine etablierten Formen der Verwertung der dort erzeugten Ergebnisse der Grundlagenforschung in nicht-künstlerischen Zieldomänen. Allerdings stecken in dieser Art von Transfer massive Potenziale, einerseits für eine Förderung des kulturellen Wohlstands der Gesellschaft, andererseits für eine Steigerung intellektueller, technologischer und wirtschaftlicher Innovationskraft im Sinne von „STEM to STEAM“ (Science, Technology, Engineering und Mathematics werden ergänzt um Arts und Design als nachhaltige Perspektive für eine zeitgemäße Innovationskultur im 21. Jahrhundert).

In diesem Arbeitspaket werden anhand von konkreten Case Studies innovative Formate für den Transfer von EEK-Forschungsergebnissen in transdisziplinäre Nutzungsszenarien entwickelt. Zusätzlich zu den konkreten „Produkten“, die im Rahmen der Case Studies erzeugt werden, werden die Erfahrungen im Zusammenhang mit dem disziplinüberschreitenden Transferprozess durch geeignete Dokumentation anderen Akteursgruppen an Schnittstellen zwischen Kunst und außerkünstlerischem Bereich verfügbar gemacht, um so eine Grundlage für die effiziente Gestaltung zukünftiger Transferprozesse zu gewährleisten.

Im Programmjahr 2016/17 wird im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Institut für Elektronische Musik (IEM) und Akustik der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz und dem Wegener Center für Klima und Globalen Wandel der Karl-Franzens-Universität Graz ein Softwareprototyp zur Sonifikation, der auditiven Darstellung von Daten, in eine praxisgerechte Open-Source-Softwareplattform umgewandelt. Die verwendeten Sonifikationsmethoden und die Software wurden über mehrere Jahre in EEK-Forschungsprojekten des IEM entwickelt, die Forschenden des Wegener Centers sind eine exemplarische AnwenderInnengruppe, die auch in der Vergangenheit schon Sonifikation zur Darstellung von Daten verwendet hat. Gemeinsam wird eine vielfältig anwendbare, nutzerInnenfreundliche Software entwickelt, ergänzt durch Anwendungsbeispiele aus der Forschungspraxis des Wegener Centers.

 

Fotos: Universität für Musik und darstellende Kunst Graz

Erstellt von: Universität für Musik und darstellende Kunst Graz, MS
am: 23.01.2017

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